NOVEMBER 2023 BIS MAI 2024
Es ergab sich, dass wir im November 2023 für wenig Geld einen alten Peugeot 206 erwerben konnten. Da er dunkelblau ist, haben wir ihn „Blauer Klaus“ getauft. Da wir vorher immer noch mit einem Auto nach Schweden gependelt sind, erschien uns das praktisch, ein Auto vor Ort zu haben.
Der Besitzerwechsel (Ägarbyte) ist bei der schwedischen Verkehrsbehörde Transportstyrelsen relativ einfach durchzuführen, in dem der eine Teil der Autopapiere (Registreringsbevis) vom bisherigen und neuen Besitzer eingesandt wird.
Das ganze hat sich dann zuerst etwas hingezogen, da wir nicht dauerhaft in Schweden wohnten und die Papiere zu uns nach Berlin und wieder zurückgeschickt werden mussten.
Angegeben hatte ich unsere schwedische Adresse, an die dann von Transportstyrelsen ein Brief gesendet wurde, in dem mir mitgeteilt wurde, dass die Personnummer bzw. Samordningsnummer fehle. Für die Grundsteuer unseres Hauses hatten wir von der Steuerbehörde (Skatteverket) nur Registrierungsnummern zugewiesen bekommen. Die reicht nicht für die Anmeldung eines Autos.
Dieses Schreiben fand ich dann im Briefkasten vor bei unserem nächsten Aufenthalt in Schweden.
Das Verfahren zur Erteilung der Samordningsnummer beschreibe ich noch in einem separaten Beitrag.
Nachdem diese dann im April vom Skatteverket erteilt wurde, war das Auto dann endlich auf mich angemeldet.
Ende Mai 2024 stand dann allerdings die Kontrollbesiktning (sozusagen die schwedische Hauptuntersuchung) an. Leider fiel mir dabei auf, dass das Fernlicht auf der Beifahrerseite nicht funktionierte. Ein Lampentausch löste das Problem nicht und eine Werkstatt, die mir kurzfristig hätte helfen können, stand nicht zur Verfügung. Die hatten alle noch genügend Aufträge in der Pipeline.
Das war schon mal eine Lektion in Sachen Geduld.
Also lief der Klaus dann in ein Fahrverbot (Körförbud), was man nur die das Absolvieren der Kontrollbesiktning aufheben kann.
Beim nächsten Urlaub in Schweden stellte ich dann fest, dass die Batterie defekt war. Mit einer neuen Batterie funktionierte dann zwar die Bordelektrik wieder, inkl. Zündung und Anlasser, aber der Klaus sprang nicht mehr an.
Da die Renovierung des Hauses Vorrang hatte zur Vorbereitung des Umzugs, konnte ich mich darum erst einmal nicht mehr kümmern. Luftfilter, Zündkerzen und neue Stecker für das Fernlicht liegen aber schon bereit. Bei letzterem vermute ich einen Kabelbruch in der Nähe des Steckers.
Mein Ziel ist immer noch, den Klaus wieder zum Laufen zu bringen.

Eine Antwort auf „Der „Blaue Klaus“ – unser erstes Auto in Schweden“